Kritik an Demokratiepreis für Correctiv

Kassel, 9. März 2025 – Die FDP-Fraktion Kassel kritisiert die Entscheidung, den „Kasseler Demokratie-Impuls“ an Correctiv zu verleihen.

Unsere Demokratie lebt von einer freien Presse – aber auch von journalistischer Sorgfalt und Verantwortung. Wer einen Demokratiepreis erhält, sollte somit höchsten professionellen Standards gerecht werden. Entscheidungen des Landgericht Hamburg zeigen allerdings, dass Correctiv diesen Anforderungen in seiner Berichterstattung über das Potsdamer Treffen nicht durchgehend entsprochen hat.

Thorsten Burmeister, kulturpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion Kassel, verdeutlicht: „Freiheit der Presse bedeutet nicht Freiheit von journalistischer Sorgfalt. Wer Fakten verdreht, einseitig berichtet und anschließend von Gerichten für falsche Darstellungen gerügt wird, sollte nicht noch ausgezeichnet werden. Ein Preis, der angeblich für Demokratie steht, darf nicht an ein Medium gehen, das mit zweifelhaften Methoden Stimmung macht, statt sachlich zu informieren. Demokratiepreise sollten jene auszeichnen, die mit sauberer Recherche und klarer Trennung von Meinung und Bericht zur Versachlichung der öffentlichen Diskussion beitragen. Das ist bei Correctiv nachweislich nicht durchgehend der Fall gewesen.“

Der „Kasseler Demokratie-Impuls“ sollte ein überparteiliches Zeichen für demokratische Werte setzen, nicht zur Legitimierung von fragwürdigen journalistischen Praktiken genutzt werden. Gerade in Zeiten wachsender gesellschaftlicher Polarisierung müssen journalistische Standards verlässlich und überprüfbar bleiben. Demokratie braucht eine freie, aber auch verantwortungsvolle Presse –  die Preisverleihung sollte diesen Grundsatz widerspiegeln.

Die FDP-Fraktion fordert deshalb eine Neubewertung der Preisvergabe und eine Überprüfung der Auswahlkriterien.

Thorsten Burmeister
Kulturpolitischer Sprecher